Die Scherbenhändler
Hehler, Informationsmakler und das Geschäft mit dem Verborgenen
Ursprung
Niemand kann mit Sicherheit sagen, wann die Scherbenhändler erstmals in Erscheinung traten. Erste indirekte Hinweise finden sich bereits in Berichten aus dem späten dritten Zeitalter: verschwundene Artefakte, plötzlich auftauchende Waffen unbekannter Herkunft oder Informationen, die zu präzise waren, um Zufall zu sein.
Der Name Scherbenhändler ist dabei kein Eigenname, sondern ein von Außenstehenden geprägter Begriff. Er beschreibt, womit sie handeln:
Bruchstücke von Macht, Wissen, Besitz und Vertrauen.
Organisation – oder doch Netzwerk?
Nach außen geben sich die Scherbenhändler gern als Händlergilden, Handelskontore oder spezialisierte Kaufmannsbünde aus – stets unter wechselnden Namen, oft regional angepasst und manchmal nur für wenige Jahre existent.
Ob es sich dabei um
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eine zentral geführte Organisation,
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ein loses, koordiniertes Netzwerk
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oder mehrere konkurrierende Zirkel
handelt, ist unklar. Selbst gut informierte Quellen widersprechen sich.
Sicher ist nur:
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Es gibt keine bekannte Zentrale
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Keine offen sichtbaren Ränge
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Keine Banner, Wappen oder offiziellen Sitze
Viele vermuten unabhängige Zellen, die sich über geheime Kanäle abstimmen. Andere halten selbst diese Annahme für bewusst gestreute Desinformation.
Tätigkeitsfelder
Die Scherbenhändler sind keine klassischen Kaufleute. Ihr Geschäft beginnt dort, wo legale Märkte enden.
Zu ihrem Handel zählen unter anderem:
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gestohlene oder verbotene Waren
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Kriegsbeute ungeklärter Herkunft
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Artefakte, Relikte und magische Fragmente
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seltene Rohstoffe, Prototypen und Sonderanfertigungen
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Informationen, Gerüchte, Namen und Routen
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kompromittierendes Wissen über Personen oder Fraktionen
Besonders gefährlich ist dabei nicht nur das Wissen selbst – sondern ihr Wissen darüber, wer welches Wissen begehrt.
Schwarzmärkte & Direktgeschäfte
Ein Teil ihrer Ware wird über Schwarzmärkte umgesetzt, meist anonym und über Mittelsmänner. Der lukrativere Teil jedoch läuft direkt:
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an andere Gilden
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an Unterweltorganisationen
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an Königreiche
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an Adelige
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vereinzelt an religiöse oder magische Zirkel
Loyalitäten spielen dabei eine untergeordnete Rolle. Die Scherbenhändler gelten als käuflich – aber niemals unvorsichtig.
Das Schwarze Netzwerk
Ein Großteil ihrer Informationen stammt aus dem sogenannten Schwarzen Netzwerk – einem losen Geflecht aus Informanten, Boten, Spitzeln und Beobachtern.
Ob die Scherbenhändler dort lediglich Abnehmer, aktive Teilnehmer oder gar Mitgestalter sind, ist umstritten. Einige Stimmen behaupten sogar, einzelne Scherbenhändler wüssten mehr über das Schwarze Netzwerk als dessen eigene Akteure.
Persönlichkeiten der Scherbenhändler
Arelion Grauschritt
Ein reisender Kaufmann mit wechselnden Identitäten. Arelion tritt selten zweimal unter demselben Namen auf. Man sagt, er könne Gespräche verkaufen, die er nie selbst geführt hat.
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Spezialgebiet: Truppenbewegungen, Karawanen, Botenrouten
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Ruf: höflich, ruhig, niemals direkt
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Gerücht: Der Name wird möglicherweise von mehreren Personen genutzt
Maera Splitterhand
Eine der wenigen offen bekannten Figuren im Umfeld der Scherbenhändler. Ihr Beiname stammt von einer alten Verletzung – oder ist bewusst gewählt.
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Spezialgebiet: Artefakte und verbotene Relikte
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Vorgehen: bevorzugt Tauschgeschäfte statt Gold
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Kontakte: mehrere Handels- und Informationszirkel
Der Buchhalter
Niemand kennt seinen wahren Namen. Er verwaltet angeblich keine Ware, sondern Schulden, Gefallen und unausgesprochene Verpflichtungen.
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Spezialgebiet: Abhängigkeiten und stille Zwänge
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Auftreten: ausschließlich über Mittelsmänner
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Gerücht: Wer bei ihm „offen“ steht, merkt es oft erst, wenn er handeln muss
Kerris vom Dritten Tor
Ein alter Mann, der regelmäßig in der Nähe desselben Zugangs auf Schwarzmärkten gesehen wird.
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Spezialgebiet: Vermittlung zwischen verfeindeten Parteien
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Ruf: neutral, aber nicht harmlos
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Besonderheit: Kennt angeblich jeden, der regelmäßig verbotene Märkte betritt
Beziehungen zu anderen Gilden & Organisationen
Beziehung zur Nyventus-Gilde
Die Nyventus-Gilde nutzt die Scherbenhändler bewusst, jedoch mit Vorsicht.
Sensible Handelsinformationen, politisch heikle Waren und diskrete Beschaffungen laufen gelegentlich über ihre Kanäle.
Verhältnis: pragmatisch, angespannt, gegenseitig nützlich
Beziehung zum Rabennest
Das Rabennest ist einer der wichtigsten operativen Partner der Scherbenhändler. Logistik, Schutz und Verschleierung von Spuren verbinden beide Seiten – jedoch ohne echtes Vertrauen.
Verhältnis: Zweckbündnis mit permanenter Paranoia
Beziehung zur Schwarze Elster
Ein stiller Konflikt prägt diese Beziehung. Konkurrenz im Informationshandel trifft auf punktuelle Kooperation, begleitet von gezielten Falschinformationen auf beiden Seiten.
Verhältnis: Rivalen mit gelegentlicher Zusammenarbeit
Beziehung zu den Freien Wechslern
Offiziell distanzieren sich die Freien Wechsler von jeder Verbindung. Inoffiziell handeln einzelne Mitglieder offen mit Scherbenhändlern – geduldet, aber nie öffentlich.
Verhältnis: inoffiziell, fragmentiert, opportunistisch

Die Scherbenhändler und der Schattenbasar
Der Schattenbasar
Der Schattenbasar ist der bekannteste Schwarzmarkt Brickanias – ein Ort ohne festen Standort, der dort entsteht, wo Macht, Geld und Verzweiflung zusammentreffen.
Für die Scherbenhändler ist er kein Hauptsitz und kein Besitz, sondern Bühne und Werkzeug.
Rolle auf dem Schattenbasar
Die Scherbenhändler betreiben dort keine offenen Stände. Sie agieren über:
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Mittelsmänner
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feste Treffpunkte
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vereinbarte Personen statt Orte
Viele Geschäfte werden nicht mit Ware, sondern mit Möglichkeiten abgeschlossen:
„Wenn du es brauchst, wissen wir, wo es ist.“
Einfluss & Kontrolle
Der Schattenbasar existiert auch ohne die Scherbenhändler.
Doch ohne sie weiß oft niemand mehr, wem welche Ware gehört – oder wer welchen Preis bereits bezahlt hat.
Fazit
Die Scherbenhändler sind kein Feind, den man besiegen kann –
und kein Verbündeter, dem man trauen sollte.
Sie bewegen sich im Zwischenraum
zwischen Legalität und Verbrechen,
zwischen Wissen und Lüge,
zwischen Organisation und Chaos.
Und genau dort sind sie am gefährlichsten.
Gilden & Organisationen
Gilden & Organisationen sind die unsichtbaren Kräfte hinter den offenen Konflikten von Krieg um die Krone. Sie lenken Handelsströme, verbreiten Wissen oder Gerüchte – und beeinflussen Entscheidungen, lange bevor Schwerter gezogen werden.
Ob im Verborgenen oder offen agierend: Gilden können entstehen, wachsen, zerfallen oder verschwinden. Ihre Netzwerke eröffnen besondere Spielaktionen, strategische Vorteile und neue Wege, den Verlauf der Kampagne zu verändern – oft subtil, manchmal entscheidend.
Nicht jede Macht trägt eine Krone.
Es gibt zahlreiche Gilden & Organisationen, während des Spiels können neue entstehen, als auch bereits vorhandene wieder verschwinden. Die Gründe sind vielfältig ;-)
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