Die Große Wohlfahrt ist keine Gilde, kein Orden und keine politische Macht – und dennoch aus dem Vierten Zeitalter Brickanias nicht mehr wegzudenken. Entstanden aus Elend, Krieg und dem Ascheregen, kümmert sie sich um jene, die sonst übersehen werden: Heimatlose, Verwundete, Hungernde und Gestrandete. Doch Hilfe schafft Abhängigkeit, Organisation erzeugt Einfluss und Stabilität hat ihren Preis. Zwischen Suppenküchen, Arbeitsvergabe und stiller Koordination wächst eine Macht, die niemand offen kontrolliert – und die dennoch über das Schicksal ganzer Städte mitentscheidet.
Der Schwarzer Fang gilt als angesehene Jägergilde und Lieferant seltener Felle, Stoßzähne und Tiere. Doch hinter der offiziellen Fassade bewegen sich Herkunft, Methoden und Geschäftspartner in gefährlichen Grauzonen. Eine Gilde, die geduldet wird – solange niemand zu genau hinsieht.
Die Drei Augen sind eine bekannte, aber widersprüchliche Gilde Brickanias. Gegründet im Zerfall des 3. Kaiserreiches, wandelten sie sich von einer internen Überwachungsgruppe zu einer Gilde für Beschaffung, Tod und Zerstörung. Städte meiden sie, Händler kalkulieren sie ein, Banken halten Abstand, Kirchen verurteilen sie öffentlich – und nutzen sie dennoch. Die Drei Augen sind keine Legende, sondern eine Option, wenn es keine Alternative gibt.
Axt & Hammer steht für Holz, Stahl und Arbeit, die bleibt. Die Gilde genießt in Brickania einen Ruf für Verlässlichkeit und handwerkliche Disziplin – nicht durch Prunk oder Magie, sondern durch Bauwerke, Waffen und Ausrüstung, die Kriege überdauern. Wo Städte neu entstehen, Mauern verstärkt oder Armeen ausgerüstet werden müssen, taucht ihr Zeichen auf – oft unscheinbar, aber selten ohne Folgen.
Aus den Laboren des alten Kaiserreichs entstand einst eine alchemistische Elite mit dem Ziel, Gold künstlich zu erschaffen. Nach dessen Untergang wandelte sich das Goldene Kollegium zur Goldenen Liga – einer wirtschaftlich mächtigen Organisation, die Alchemie als Wissenschaft versteht. Mit Essenzen, Parfümen und stiller Einflussnahme prägt sie Handel und Hochadel, kooperiert mit der W.I.M und steht im offenen Misstrauen der Kirche.
Alt, konservativ und zutiefst traditionsbewusst: Die Weiße Kirche zählt zu den ältesten Machtinstitutionen Brickanias. Geschwächt durch den Großen Krieg und den Ascheregen, wirkt sie heute im Hintergrund von Politik, Glauben und Intrigen. Geduldig wartet sie auf die Rückkehr der alten Ordnung – und auf den Moment, an dem ihr Einfluss wieder offen sichtbar wird.
Sie nennen sich „Die Hüter des Erbes“ und treten als ehrwürdige Bewahrer heiliger Relikte auf. Doch hinter der makellosen Fassade der Nyventus-Gilde verbirgt sich ein kalkulierendes Syndikat, das Glauben gegen Gold tauscht. Zwischen Kirche, Schwarzmarkt und uraltem Wissen agieren sie im Schatten – und ihr Handeln könnte das Machtgefüge Brickanias nachhaltig verändern.
Sie kämpfen nicht für Banner. Sie sammeln keine Geschichten. Wer im Haus der Adventoren bestehen will, muss beweisen, dass er mehr zurückbringt als Narben. Doch was geschieht mit all den Funden, über die nie gesprochen wird?
Einst die mächtigste Bank Brickanias, heute ein Schatten ihrer selbst: Die Kaiserliche Hofbank wahrt den Glanz des Kaiserreiches, während ihr Gold schwindet und ihr Einfluss sich in Gerüchten, Informationen und politischen Intrigen manifestiert.
Fromm im Auftreten, gnadenlos im Inneren: Die Helvitanische Gabe verkauft Heilung, Wissen und Hoffnung – und bestraft jeden, der ihren Wert mindert. Eine religiös getarnte Händlergemeinschaft zwischen Kirche, Markt und Blut.

