BrikCore: Warum ich für Brickania ein eigenes Schlachtsystem aufbaue
Wer sich in den letzten Wochen und Monaten etwas intensiver auf Brickania umgesehen hat, hat vielleicht schon gemerkt, dass im Hintergrund nicht nur eine einzelne Spielwelt entsteht. Nach und nach wächst um Brickania: Krieg um die Krone herum ein ganzes kleines System aus Spielideen, Szenarien, Testfeldern, Regeln und Nebenprojekten.
Ein wichtiger Baustein davon ist BrikCore.
Mit BrikCore entsteht das gemeinsame Schlachtsystem hinter vielen Gefechten von Brickania, Brikido und weiteren freien Szenarien. Es soll die grundlegenden Regeln und Mechaniken bündeln, nach denen taktische Kämpfe auf Hexfeldern ausgetragen werden… – unabhängig davon, ob dort Ritter, Samurai, Söldner, Monster, historische Armeen oder völlig ungewöhnliche Truppen aufeinandertreffen.
Die Idee dahinter ist einfach:
Ich wollte für die Schlachten von Brickania: Krieg um die Krone ein gemeinsames Grundsystem schaffen, das sich klar erklären, wiederverwenden und weiterentwickeln lässt.
Warum BrikCore überhaupt nötig ist
Brickania: Krieg um die Krone ist kein einzelnes Brettspiel mit einer abgeschlossenen Partie. Es ist eine wachsende Kampagnenwelt mit Fraktionen, Regionen, Machtverschiebungen, Zuschauerentscheidungen, Ereignissen und langfristigen Folgen.
Trotzdem müssen die eigentlichen Schlachten natürlich auf einer klaren Grundlage stattfinden. Wenn zwei Armeen aufeinandertreffen, braucht es Regeln für Bewegung, Gelände, Aktivierung, Regimenter, Helden, Ziele und Siegbedingungen.
Genau hier setzt BrikCore an.
BrikCore ist nicht die Welt Brickania selbst.
BrikCore ist auch nicht die Kampagne.
Und BrikCore ist keine eigene Lore, kein eigenes Reich und keine weitere Fraktion.
Stattdessen ist BrikCore der allgemeine Regelkern der Schlachten.
Das hat gleich mehrere Vorteile:
- Die grundlegenden Mechaniken müssen nicht in jedem Artikel neu erklärt werden.
- Schlachten aus unterschiedlichen Welten können auf derselben Basis gespielt werden.
- Testspiele, freie Szenarien und Kampagnenschlachten lassen sich sauber voneinander trennen.
- Und Brickania bekommt eine klare Struktur zwischen Welt, Kampagne und eigentlichem Schlachtsystem.
Kurz gesagt:
Brickania erzählt die Welt. BrikCore regelt die Schlachten.
BrikCore als Fundament für Krieg um die Krone
Für Brickania: Krieg um die Krone bildet BrikCore das Fundament der Gefechte. Das bedeutet aber nicht, dass alle Regeln von Krieg um die Krone vollständig in BrikCore aufgehen müssen.
Im Gegenteil: Für Brickania wird es mit Sicherheit zusätzliche Regeln, Abweichungen und kampagnenspezifische Ergänzungen geben.
Das ist auch notwendig, denn eine große Kampagne funktioniert anders als eine einzelne freie Schlacht. In Krieg um die Krone können politische Entscheidungen, regionale Entwicklungen, Bündnisse, Ressourcen, Forschung, Zuschauerereignisse oder besondere Fraktionseffekte Einfluss auf eine Schlacht nehmen.
BrikCore beschreibt daher vor allem den gemeinsamen Kern:
- Hexfeld-Schlachtfelder
- Regimenter statt bloßer Einzelfiguren
- Taktikkarten und Aktivierungen
- Helden, Anführer und Kommandostab
- Gelände, Sichtlinien und Stellungsspiel
- Szenarioziele, Siegpunkte und Siegbedingungen
- sichtbare Folgen auf dem Spielfeld
Krieg um die Krone setzt darauf auf und erweitert diesen Kern dort, wo die Kampagne mehr Tiefe benötigt.
So bleibt BrikCore flexibel, ohne Brickania einzuschränken

Ein System für mehr als nur Brickania
Ein weiterer Grund für BrikCore war, dass nicht jede Schlacht automatisch direkt in die Hauptwelt von Brickania passt.
Mit Brikido entsteht zum Beispiel ein eigenes Asia-Fantasy-Testfeld. Dort stehen Samurai, Disziplin, Ehre, Feuerwaffen, Reiterei und taktische Gefechte im Vordergrund. Brikido hat eine andere Stimmung als Brickania, nutzt aber viele derselben spielerischen Grundideen.
Dazu kommen freie Testschlachten, historische Anlehnungen, Fun-Battles oder ungewöhnlich zusammengestellte Armeen, die weder sauber zu Brickania noch zu Brikido gehören würden.
Ohne BrikCore gäbe es dafür zwei schlechte Möglichkeiten:
Entweder müsste alles irgendwie unter Brickania eingeordnet werden, obwohl es dort gar nicht richtig hingehört.
Oder jedes neue Setting bräuchte eine eigene Erklärung des kompletten Spielsystems.
Beides wäre auf Dauer unpraktisch.
BrikCore löst genau dieses Problem.
Es schafft einen gemeinsamen Rahmen für viele Schlachten, ohne dass jede Schlacht dieselbe Welt, dieselbe Epoche oder dieselbe Stimmung haben muss.

Hexfelder, Regimenter und taktische Entscheidungen
Die Grundlage von BrikCore ist ein Schlachtfeld aus Hexfeldern. Dieses Raster sorgt dafür, dass Bewegung, Reichweite, Gelände und Positionierung klar dargestellt werden können.
Eine Armee besteht dabei nicht einfach aus losen Einzelfiguren, sondern überwiegend aus Regimentern. Ein Regiment umfasst mehrere Minifiguren und übernimmt eine bestimmte Rolle auf dem Schlachtfeld.
So können zum Beispiel Infanterie, Kavallerie, Artillerie, Spezialtruppen, Helden oder Anführer eingesetzt werden.
Die Steuerung der Einheiten erfolgt über Taktikkarten. Eine Taktikkarte gibt vor, welche Einheiten in welchem Bereich des Schlachtfelds aktiviert werden können. Dadurch kann nicht einfach immer jede Einheit handeln. Stattdessen müssen Spieler mit den Möglichkeiten arbeiten, die ihnen aktuell zur Verfügung stehen.
Genau daraus entsteht ein großer Teil der Spannung:
Verstärke ich die linke Flanke?
Greife ich im Zentrum an?
Halte ich meine Kavallerie zurück?
Oder opfere ich eine Einheit, um ein Szenarioziel zu erreichen?
BrikCore soll Schlachten nicht nur berechnen, sondern Entscheidungen sichtbar machen.
Ein Klemmbaustein-Tabletop mit LEGO Minifiguren
BrikCore ist als Klemmbaustein-Tabletop gedacht. Gespielt wird überwiegend mit LEGO Minifiguren oder Custom Minfiguren, selbst gebauten Regimentern, modularen Hexfeldern und Gelände aus Klemmbausteinen. Dabei geht es nicht darum, offizielle LEGO-Sets nachzuspielen, sondern eigene Armeen, Szenarien und Schlachtfelder auf Basis vorhandener oder selbst zusammengestellter Figuren und Bauteile zu erschaffen.
Die Figuren stehen nicht nur dekorativ auf dem Spielfeld, sondern bilden zusammen Regimenter, Helden, Anführer und besondere Einheiten. Gelände, Bases, Marker, Taktikkarten und Szenarioelemente sollen dabei sichtbar und greifbar werden. Genau das macht den besonderen Reiz aus: BrikCore verbindet Tabletop-Regeln mit dem kreativen Bauen und Umbauen von Klemmbaustein-Modellen.

Nicht jede Schlacht muss fair sein
Ein wichtiger Gedanke hinter BrikCore ist: Eine gute Schlacht muss nicht immer vollkommen ausgeglichen sein.
Natürlich kann man mit BrikCore faire und möglichst ausgewogene Gefechte spielen. Das ist besonders für Testspiele, Balancing oder direkte Duelle sinnvoll.
Aber Brickania lebt nicht nur von fairen Duellen.
Manche Schlachten sind bewusst asymmetrisch. Eine Seite ist in der Unterzahl, muss aber nur lange genug durchhalten. Eine Armee hat besseres Gelände, aber weniger Einheiten. Ein Angreifer muss ein bestimmtes Ziel erreichen, während der Verteidiger nur Zeit gewinnen muss. Manchmal ist sogar ein Rückzug ein Erfolg.
Gerade solche Szenarien können erzählerisch viel spannender sein als ein vollkommen symmetrisches Kräftemessen.
BrikCore soll deshalb beides ermöglichen:
faire Gefechte und unfaire Geschichten.

Helden, Anführer und der Kommandostab
Ein wichtiger eigener Baustein von BrikCore sind Helden, Anführer und besondere Figuren.
Diese Figuren sind nicht einfach nur stärkere Einheiten. Vor einer Schlacht muss entschieden werden, welche Rolle sie übernehmen sollen.
Ein Held oder Anführer kann Teil des Kommandostabs sein. Dann steht er nicht direkt auf dem Schlachtfeld, kann aber besondere Aktionskarten, Befehle oder taktische Möglichkeiten freischalten.
Alternativ kann er selbst in die Schlacht ziehen. Dann gibt es zwei Möglichkeiten:
Er kann als eigenständige Figur auftreten – mächtig, flexibel und auffällig, aber auch verwundbar.
Oder er wird einem Regiment angeschlossen. Dann stärkt er diese Einheit direkt, ist aber besser geschützt und weniger frei einsetzbar.
Dadurch entsteht bereits vor der Schlacht eine wichtige Entscheidung:
Soll eine Figur führen?
Soll sie kämpfen?
Oder soll sie ein Regiment unterstützen?
In Brickania selbst kann dieser Kommandostab je nach Fraktion, Region oder Tradition auch als Feldrat bezeichnet werden. BrikCore nutzt jedoch den allgemeineren Begriff Kommandostab, damit das System auch außerhalb von Brickania funktioniert.

Warum eine eigene Unterseite sinnvoll ist
BrikCore hat inzwischen eine eigene Übersichtsseite auf Brickania erhalten.
Das ist bewusst keine vollständige Regelseite und auch noch kein fertiges Regelbuch. Die Unterseite soll zunächst erklären, was BrikCore ist, warum es existiert und wie es grundsätzlich funktioniert.
Der Vorteil ist einfach:
Wenn später in einem Artikel, einem Schlachtbericht oder einem Brikido-Beitrag auf das Schlachtsystem verwiesen wird, muss nicht jedes Mal alles neu erklärt werden.
Stattdessen kann direkt auf die BrikCore-Übersicht verwiesen werden.
Dort finden Besucher die Grundidee des Systems, ohne sich sofort durch ein vollständiges Regelwerk arbeiten zu müssen. Die genauen Regeln, Einheitenprofile, Taktikkarten, Geländearten und Szenarien können später immer noch ergänzt oder ausgelagert werden.
Für den aktuellen Stand reicht diese Übersicht völlig aus.
BrikCore ist jetzt erklärbar, auffindbar und verlinkbar.
BrikCore, Brikido und freie Schlachten
BrikCore ist auch deshalb wichtig, weil es mir erlaubt, verschiedene Ideen sauber voneinander zu trennen.
Brickania: Krieg um die Krone bleibt die große Kampagnenwelt mit Politik, Fraktionen, Regionen und langfristigen Folgen.
Brikido wird ein eigenes Asia-Fantasy-Schlachtsetting, das sich hervorragend eignet, um Mechaniken, Einheiten und Balancing im kleineren Rahmen zu testen.
Und freie BrikCore-Schlachten können genutzt werden, um besondere Szenarien zu spielen, die nicht direkt zur Lore von Brickania gehören müssen.
Das können historische Anlehnungen sein, völlig ungewöhnliche Armeen, humorvolle Gefechte mit ernstem Regelkern oder einfach Testschlachten, bei denen es vor allem um Spaß, Atmosphäre und taktische Entscheidungen geht.
BrikCore ist damit nicht die Konkurrenz zu Brickania oder Brikido.
Es ist die Klammer darunter.

Inspiriert von klassischen Hexfeld-Schlachtspielen
BrikCore steht in der Tradition klassischer Hexfeld- und Kartenaktivierungssysteme. Wer Spiele mit Flankenaufteilung, Taktikkarten und szenariobasierten Schlachten kennt, wird manche Grundideen wiedererkennen.
Zu den wichtigsten Inspirationen gehört auch BattleLore, Demonworld sowie Claymore Saga.
Dabei geht es nicht darum, einfach eine bestehende Welt zu übernehmen. Vielmehr dient das Spielgefühl aus Hexfeldern, Flanken, Kartenaktivierung und Szenariozielen als Ausgangspunkt für ein eigenes LEGO oder Klemmbaustein-Schlachtsystem.
BrikCore überträgt diese Grundidee auf modulare LEGO oder Klemmbaustein-Schlachtfelder, sichtbare Regimenter, baubares Gelände, größere Szenarien und eine stärkere erzählerische Einbindung.
Der Fokus liegt nicht auf perfekter Turnierbalance, sondern auf Atmosphäre, Taktik, Flexibilität und sichtbaren Geschichten auf dem Schlachtfeld.
Ein wachsendes System
BrikCore ist noch kein abgeschlossenes Regelbuch. Es ist ein wachsendes Klemmbaustein Tabletop System.
Mit jeder Testschlacht, jedem neuen Regiment, jedem Brikido-Gefecht und jeder späteren Brickania-Schlacht wird sich zeigen, welche Regeln gut funktionieren, wo etwas angepasst werden muss und welche Ergänzungen sinnvoll sind.
Das ist auch genau der Vorteil eines solchen Systems:
BrikCore muss nicht sofort perfekt sein. Es kann mit dem Projekt wachsen.
Die Grundidee steht bereits:
Ein flexibles Schlachtsystem für Klemmbaustein-Armeen.
Ein Regelkern für taktische Entscheidungen.
Ein System für sichtbare Schlachtfelder, Regimenter, Helden, Gelände und Szenarien.
Ein Werkzeugkasten für faire Duelle, unfaire Geschichten und alles dazwischen.
Kurz gesagt:
BrikCore ist das Regelherz hinter den Schlachten.
Fazit: BrikCore als Regelherz der Klemmbaustein-Schlachten
BrikCore ist für mich vor allem eine saubere und flexible Lösung.
Es ist ein Klemmbaustein-Tabletop, das überwiegend mit LEGO Minifiguren, selbst gebauten Regimentern, modularen Hexfeldern und sichtbarem Gelände gespielt wird. Gleichzeitig ist es aber mehr als nur eine Sammlung einzelner Schlachten. BrikCore bildet den gemeinsamen Regelkern, auf dem verschiedene Welten, Szenarien und Spielstile aufbauen können.
Für Brickania: Krieg um die Krone liefert BrikCore die Grundlage der taktischen Gefechte. Die Kampagne selbst kann darauf aufsetzen und eigene Ergänzungen, Sonderregeln und langfristige Folgen hinzufügen.
Für Brikido bietet BrikCore die Möglichkeit, ein eigenes LEGO/Klemmbaustein Asia-Fantasy-Schlachtsetting mit demselben Grundsystem zu testen und weiterzuentwickeln.
Und für freie Szenarien schafft BrikCore genug Raum, um auch ungewöhnliche, historische oder humorvolle Schlachten auszutragen, ohne alles direkt in die Hauptwelt von Brickania pressen zu müssen.
Kurz gesagt:
Brickania erzählt die Welt.
Brikido erweitert den Blickwinkel.
BrikCore bildet das Regelherz der Klemmbaustein-Schlachten.
Oder noch einfacher:
Ein System. Viele Armeen. Sichtbare Schlachten aus Klemmbausteinen.
Mehr über BrikCore erfahren
Auf der neuen BrikCore-Unterseite findest Du die zentrale Übersicht zum gemeinsamen Schlachtsystem hinter Brickania, Brikido und weiteren freien Szenarien.
Dort geht es um die Grundidee des Systems, das Hexfeld-Prinzip, Regimenter, Taktikkarten, den Kommandostab, Gelände, Siegbedingungen und den offenen Baukasten-Charakter von BrikCore.
Brikido entdecken
Brikido zeigt, wie BrikCore auch außerhalb der Hauptwelt von Brickania funktionieren kann.
Das Asia-Fantasy-Setting nutzt denselben gemeinsamen Regelkern, setzt aber auf eine andere Atmosphäre: Samurai, Disziplin, Taktik, Feuerwaffen, Reiterei und eigene Schlachtfelder.
👉Damit ist Brikido nicht nur ein eigenes Setting, sondern auch ein wichtiges Testfeld für BrikCore.
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