Der Schleierzirkel
Zwischen altem Wissen, Furcht und verbotener Macht
Nicht jede Hexe gehört dem Schleierzirkel an. Nicht jeder Hexer ist ein Fluchwirker. Und nicht jeder, der im Feuer stirbt, war je Teil eines Zirkels.
Doch in Brickania macht das für viele keinen Unterschied.
Der Schleierzirkel ist ein halbgeheimes, über viele Regionen verstreutes Netzwerk aus Hexen, Hexern, Schleierkundigen, Kräuterkundigen und Blutkundigen, das altes Wissen, verborgene Rituale, Naturmagie und vergessene Formen der Zauberkunst bewahrt. Während manche Fürsten seine Dienste heimlich suchen, um Krankheiten zu bannen, Zeichen zu deuten oder unliebsame Flüche zu brechen, betrachten Kirchen, Eiferer und große Teile des Volkes den Zirkel als verdorben, dämonennah oder gar als Feind der göttlichen Ordnung.
Sein Ruf ist nicht frei erfunden. Unter seinen Reihen gibt es tatsächlich jene, die sich mit Blutmagie, Opferbindungen, uralten Schwüren oder verbotenen Übergangsriten befassen. Doch ebenso finden sich im Schleierzirkel Heiler, Sternleser, Pflanzenkundige, Traumdeuter und jene, die schlicht Wissen tragen, das in Brickania keinen Platz mehr haben soll.
Gerade darin liegt das Wesen des Zirkels:
Er ist nicht unschuldig, aber auch nicht das Monster, als das man ihn gern beschreibt.
Ursprung und Vorgeschichte
Die Wurzeln des Schleierzirkels reichen weit zurück, vermutlich bis in die späteren Übergänge des dritten Zeitalters, als die Macht des Menschen wuchs, die Welt zugleich härter und enger wurde und freie, ungebundene Magie immer stärker unter Verdacht geriet.
In jenen Jahrhunderten begann sich die Magie in Brickania zunehmend zu verändern. Nicht, weil sie von heute auf morgen verschwand, sondern weil ihre Träger seltener wurden, ihre großen Meister nach und nach ausstarben und das über Generationen gesammelte Wissen nicht mehr vollständig weitergegeben werden konnte. Vieles ging verloren, manches wurde absichtlich vernichtet, anderes überlebte nur in Liedern, Randnotizen, Waldhütten, Hexengärten und den Erinnerungen jener, die man später „Hexen“ nannte.
Aus dieser Zeit stammen auch die ersten Erzählungen über die Schlummerhexe.
Ob sie jemals wirklich gelebt hat, ob sie nur eine einzelne Frau war, ein Titel, ein Mythos oder die spätere Verschmelzung mehrerer Gestalten, ist unklar. In Volksmärchen erscheint sie als uralte Weberin zwischen Traum und Tod, in düsteren Predigten als dämonische Verführerin, in verborgenen Überlieferungen dagegen als Hüterin eines Wissens, das weder Tempeln noch Höfen gehörte. Manche Legenden behaupten, sie habe den ersten Schleier gehoben und erkannt, dass die Welt nicht nur aus Licht und Materie, sondern auch aus Übergängen, Erinnerungen, Bindungen und unsichtbaren Fäden bestehe. Andere erzählen, sie habe den Preis dieser Erkenntnis bezahlt und sei seither nur noch im Traum, im Nebel oder in den letzten Worten Sterbender zu hören.
Der Schleierzirkel beruft sich nicht offen auf die Schlummerhexe. Doch innerhalb alter Kreise gilt sie vielen als mythische Ahnherrin, als Sinnbild der verborgenen Erkenntnis oder als erste, die begriff, dass Wissen nur überleben kann, wenn es sich dem Zugriff der Mächtigen entzieht.
Die Gründer des Schleierzirkels
Der Schleierzirkel wurde der Überlieferung nach nicht von einer einzelnen Person gegründet, sondern aus einem losen Bund von Verfolgten, Wissenshütern und abtrünnigen Magiekundigen geformt. Drei Namen tauchen in den ältesten, ungesicherten Überlieferungen immer wieder auf:
Maelwyn vom Grauen Hain
Eine Kräuterkundige und Zeichenleserin, die in vielen Erzählungen als erste „Schleiermutter“ gilt. Ihr werden tiefe Kenntnisse über Pflanzen, Gifte, Heilkräuter, Mondzyklen und Traumdeutung zugeschrieben. Maelwyn soll erkannt haben, dass die alten Wege nicht überleben würden, wenn Wissen weiter offen von Dorf zu Dorf getragen würde. Ihr Verdienst war nicht die Erfindung neuer Magie, sondern die Ordnung und Rettung verstreuten Wissens.
Edrik Vann, genannt der Blutkundige
Ein gelehrter Magier, vielleicht einst Teil einer höfischen oder freien Schule, der sich mit jenen Grenzbereichen befasste, vor denen selbst andere Zauberkundige zurückwichen. Edrik gilt in manchen Quellen als gefährlicher Verführer, in anderen als notwendiges Übel. Er brachte dem entstehenden Zirkel Methoden bei, mit denen Blut, Schwur und Bindung als Träger von Erinnerung und Macht verstanden wurden. Viele der späteren Vorwürfe gegen den Schleierzirkel gehen auf jene Lehren zurück, die mit seinem Namen verbunden sind.
Ysara Nebelhand
Eine fahrende Seherin aus den frühen Wegen des später sogenannten Wandernden Volkes. Sie soll nicht nur Visionen gehabt, sondern auch Kontakte, sichere Routen, geheime Zeichen und Formen stiller Verständigung zwischen fahrenden Gruppen, Außenseitern und Verborgenen geschaffen haben. Wo Maelwyn Wissen sammelte und Edrik gefährliche Tiefe brachte, schuf Ysara das Netz, das den Zirkel überhaupt über Regionen hinweg lebensfähig machte.
Ob diese drei einander wirklich kannten oder erst später zur Gründungsüberlieferung zusammengefügt wurden, bleibt offen. Innerhalb des Schleierzirkels gelten sie dennoch als die drei ersten Pole des Bundes:
- Wissen
- Macht
- Verbindung
Selbstverständnis
Der Schleierzirkel sieht sich nicht als klassische Magiergilde. Er ist kein offener Lehrbund, keine Hofschule und keine Tempelgemeinschaft. Seine Mitglieder verstehen sich eher als Bewahrer, Grenzgänger und Schutzträger alten Wissens.
Dabei ist der Begriff Hexe oder Hexer innerhalb Brickanias doppeldeutig.
Für das einfache Volk ist er meist ein Vorwurf.
Für die Kirche ein Makel.
Für Jäger und Eiferer ein Urteil.
Für manche Mitglieder des Schleierzirkels aber ist er längst ein trotzig angenommener Name geworden.
Innerhalb des Zirkels selbst ist die Sprache feiner.
Gebräuchliche Bezeichnungen
- Hexe / Hexer – Volksbegriff, außen oft abwertend, innen teils bewusst übernommen
- Schleierkundige – allgemeine, würdigere Eigenbezeichnung für Eingeweihte des Zirkels
- Blutkundige – jene, die sich mit Blutmagie, Schwüren, Bindungen und verbotenen Riten befassen
- Kräuterkundige – Heiler, Sammler, Salbenkundige, Giftkundige
- Zeichenleser – Deuter von Träumen, Himmelsbildern, Tierzeichen und Übergängen
- Hainhüter – regionale Bewahrer geheimer Orte, Schreine oder Zufluchten
Was der Schleierzirkel über Magie glaubt
Der Schleierzirkel vertritt keinen starren Unterschied zwischen „geborenen Magiern“ und „gewöhnlichen Menschen“. In seinen Lehren gilt vielmehr: Jedes Lebewesen trägt die Welt auf eigene Weise in sich, doch nicht jedes kann dieselben Ströme hören, halten oder formen.
Manche besitzen starke Anlagen.
Andere lernen langsam und mühsam.
Wieder andere spüren nur Spuren.
Die Grenzen entstehen also weniger aus einer absoluten Trennung als aus Stärke, Begabung, Zugang, Disziplin, Mut und Lebenszeit. Gerade deshalb lehnt der Schleierzirkel viele gelehrte und kirchliche Einteilungen ab. Er sieht Bezeichnungen wie Elementmagier, Totenkundiger, Hexer oder Blutkundiger nicht als unumstößliche Wahrheiten, sondern als Ordnungen des Wissens und der Identität.
Kein Wesen ist klug genug, stark genug oder langlebig genug, um alles zu meistern.
Darum wählt jeder seinen Pfad.
Und genau dieser Pfad bestimmt den Namen, den andere ihm geben.
Aufbau und Struktur
Der Schleierzirkel besitzt keinen offen bekannten Hauptsitz. Das ist kein Zufall, sondern Überlebensprinzip.
Statt einer zentralen Festung oder Akademie besteht er aus kleinen Kreisen, Rückzugsorten und verbundenen Zufluchten, die über ganz Brickania verteilt liegen. Dazu zählen:
- Waldhütten und Moorhäuser
- verlassene Kapellen
- verborgene Steinkreise
- Keller unter unscheinbaren Häusern
- Heilgärten am Rand von Dörfern
- alte Grabhügel, Höhlen und Haine
- fahrende Lager oder versteckte Wagenkreise
Jeder Kreis kennt nur einen kleinen Teil des Ganzen. So bleibt der Schleierzirkel selbst dann bestehen, wenn einzelne Gruppen aufgedeckt, verfolgt oder vernichtet werden.
Innere Ordnung
Der Zirkel ist locker, aber nicht chaotisch. Viele Regionen kennen eigene Traditionen, doch einige Rollen tauchen immer wieder auf:
- Schleiermutter / Schleiervater – ehrwürdige Führung eines regionalen Kreises
- Kreisälteste – erfahrene Hüter alten Wissens
- Hainhüter – Wächter geheimer Orte
- Blutkundige – gefürchtete Spezialisten verbotener Künste
Entscheidungen fallen meist regional. Nur in Zeiten großer Gefahr oder bei schweren Fragen wird nach den alten Überlieferungen ein seltener Rat einberufen, den manche die Neun Stimmen unter dem Schleier nennen.
Lehren und Schwerpunkte
Der Schleierzirkel bewahrt verschiedene Stränge des Wissens, die sich teils überschneiden, teils im Konflikt miteinander stehen.
1. Natur- und Kräuterkunde
Dies ist der häufigste und volkstümlichste Bereich des Zirkels. Dazu zählen Heilkräuter, Wundsalben, Geburtenhilfe, Fiebersenker, Gifte, Gegengifte, Tinkturen, Schutzbündel und rituelle Pflanzenkunde.
2. Zeichen- und Traumdeutung
Viele Schleierkundige lesen Muster in Sternen, Rauch, Knochen, Tierverhalten, Wasseroberflächen, Monden oder Träumen. Nicht alles daran ist echte Magie; manches ist Erfahrung, manches Aberglaube, manches tiefe Erkenntnis.
3. Schutz- und Bannriten
Flüche brechen, Schwellen schützen, Geister bannen, Orte reinigen oder Übergänge versiegeln — auch das gehört zum Schleierzirkel. Gerade darin suchen manche Fürsten und Dörfer heimlich seine Hilfe.
4. Blutmagie
Der dunkelste Bereich des Zirkels. Blutkundige glauben, dass Blut nicht nur Leben, sondern auch Erinnerung, Bindung, Herkunft, Eid und Opferkraft trägt. Diese Künste sind gefürchtet, selten und selbst innerhalb des Zirkels umstritten. Manche betrachten sie als notwendige Grenzkunst, andere als Makel, der den ganzen Bund immer wieder ins Feuer führt.

Ruf in Brickania
Der Ruf des Schleierzirkels ist düster, widersprüchlich und regional verschieden.
In manchen Dörfern bittet man eine alte Hexe nachts um Hilfe, nur um sie am nächsten Morgen öffentlich zu verfluchen.
An manchen Höfen hält ein Fürst im Geheimen einen Schleierkundigen, während seine Priester auf dem Marktplatz gegen Hexerei predigen.
An anderen Orten genügt schon ein Gerücht, damit Kräuterfrauen, Außenseiter oder stille Gelehrte als „Hexer“ gebrandmarkt werden.
Der Schleierzirkel lebt daher in einem ständigen Spannungsfeld aus:
- Furcht
- Abhängigkeit
- Aberglauben
- Nützlichkeit
- echter Gefahr
Gerüchte über den Schleierzirkel
- Manche behaupten, der Schleierzirkel stehe seit Jahrhunderten mit dem Dämonenreich in Verbindung.
- Es heißt, Blutkundige könnten mit wenigen Tropfen Blut Erinnerungen, Schwüre oder sogar den Willen eines Menschen binden.
- In manchen Dörfern glaubt man, Hexen und Hexer des Zirkels könnten Ernten verderben, Vieh krank machen oder Kinder mit Fieber belegen.
- Andere erzählen, der Zirkel bewahre uraltes Wissen aus einer Zeit, als die Magie in Brickania noch stärker war.
- Man sagt, nicht jede Hexe und nicht jeder Hexer gehöre zum Schleierzirkel, doch der Zirkel wisse oft sehr genau, wer wo im Verborgenen wirkt.
- Es gibt das Gerücht, dass die Schlummerhexe mehr sei als nur ein Mythos und ihr Name innerhalb des Zirkels bis heute mit Ehrfurcht geflüstert werde.
- Einige sind überzeugt, dass der Schleierzirkel geheime Zeichen nutzt: gebundene Wurzeln, Krähenfedern, Runen an Pfählen oder Kräuterbündel an Türen.
- Immer wieder wird erzählt, dass selbst Fürsten und Räte, die Hexen öffentlich verdammen, im Geheimen nach Schleierkundigen schicken.
- Besonders fromme Prediger behaupten, jede Heilung des Zirkels trage bereits den Keim eines späteren Preises in sich.
- Andere wiederum sagen, der Schleierzirkel habe mehr Kranke geheilt und mehr Kinder gerettet, als seine Feinde jemals zugeben würden.
- Im Schatten der Städte hält sich das Gerücht, das Netz der Warmen Hand warne den Zirkel oft früher als jede Wache oder jeder Bote.
- Manche erzählen, der Schwarze Fang und der Schleierzirkel träfen sich dort, wo Recht, Gnade und Ordnung längst versagt haben.
- Es heißt, einige Kreise des Zirkels nehmen keine Schüler auf, sondern erkennen ihre künftigen Mitglieder in Träumen, Zeichen oder alten Familienlinien.
Verbindungen und Beziehungen
Das Wandernde Volk
Mit dem Wandernden Volk verbindet den Schleierzirkel ein altes, beinahe natürliches Verhältnis. Fahrende Gruppen, Geschichtenhüter, Kräutersammler, Sternkundige und Grenzgänger teilen mit dem Zirkel nicht dieselbe Struktur, aber oft dieselbe Erfahrung: Misstrauen von außen und Zusammenhalt im Verborgenen. Zwischen beiden bestehen stille Wege, sichere Zufluchten, gegenseitige Warnungen und ein tiefes Netz aus Erinnerungen, Liedern und alten Namen.
Das Netz der Warmen Hand
Das Netz der Warmen Hand dient dem Schleierzirkel vielerorts als Auge und Ohr in Gassen, Armenvierteln, Märkten und an den Rändern der Ordnung. Über Bettler, Arme, Gerüchtehändler und versteckte Helfer erreichen den Zirkel Nachrichten über Hexenjagden, verdächtige Priester, verschwundene Kinder, Krankheiten oder neue Machtverschiebungen. Das Verhältnis ist pragmatisch, aber belastbar.
Der Schwarze Fang
Mit dem Schwarzen Fang verbindet den Schleierzirkel kein Freundschaftsbund, wohl aber ein stilles Verständnis. Beide kennen die Schattenseiten Brickanias, beide bewegen sich in Bereichen, in denen offenes Recht oft nichts mehr zählt. Es kommt zu Austausch, Beschaffung, diskreter Hilfe und gegenseitiger Duldung. Doch das Verhältnis ist geprägt von Vorsicht — denn beide Seiten wissen, dass Nützlichkeit nicht Treue bedeutet.
Der Zirkel der Schlummernden
Zum Zirkel der Schlummernden besteht ein eher neutrales Verhältnis. Man erkennt einander als Grenzgänger verborgener Künste, doch die Methoden, Ursprünge und Schwerpunkte unterscheiden sich deutlich. Es gibt Respekt, Vorsicht und gelegentlich stillen Wissensaustausch, aber keine enge Bindung.
Die Weiße Kirche
Mit der Weißen Kirche steht der Schleierzirkel in offenem Konflikt. Die Kirche sieht in ihm eine verderbliche Macht, die außerhalb göttlicher Ordnung wirkt, das einfache Volk verführt und unreine, gefährliche oder dämonennah gedachte Praktiken duldet. Der Zirkel wiederum sieht in der Kirche eine Kraft der Verdrängung, die alles vernichten will, was sie nicht beherrschen oder heiligen kann.
Die Kirche des Lichts
Die Kirche des Lichts gehört zu den schärfsten Gegnern des Schleierzirkels. Wo sie Einfluss gewinnt, folgen häufig Denunziation, Verfolgung, Verbrennungen, Reinigungsriten und das harte Urteil über jede Form „verbotener“ Magie. Kaum eine Institution hat mehr dazu beigetragen, dass „Hexe“ in Brickania so oft einem Todesurteil gleichkommt.
Bekannte Gestalten und Namen aus dem Schleierzirkel
Neben den Gründern werden innerhalb späterer Überlieferungen immer wieder einzelne Namen genannt, die den Ruf des Zirkels geprägt haben:
Serka vom Weidenmoor
Eine berühmte Kräuterkundige, der nachgesagt wird, mehr Menschen gerettet als verflucht zu haben. In vielen Dörfern ist sie dennoch als Hexe verschrien.
Aldren Rotbund
Ein Blutkundiger, dessen Name in Kirchenpredigten bis heute als Warnung verwendet wird. Ob alle ihm zugeschriebenen Taten wahr sind, ist umstritten.
Mireth Krähenauge
Eine Schleierkundige und Botenmeisterin, die das Netzwerk zwischen fahrendem Volk, Armenvierteln und versteckten Kreisen stark ausgebaut haben soll.
Thalia aus den Aschen
Eine Überlebende großer Verfolgungen, die in späteren Jahren mehrere verstreute Gruppen neu verband. Unter manchen gilt sie als erste große „Schleiermutter“ des vierten Zeitalters.

Rolle im heutigen Brickania
Im gegenwärtigen Brickania gehört der Schleierzirkel zu jenen Fraktionen, die selten offen auftreten und dennoch in vielen Regionen spürbar sind. Er hat keine großen Heere, keine stolzen Burgen und kaum sichtbare Banner — und ist gerade deshalb schwer zu greifen.
Sein Einfluss zeigt sich eher durch:
- geheilte oder vergiftete Fürsten
- verschwundene Akten und verbrannte Anschuldigungen
- gerettete Kinder oder verdorbene Linien
- seltsame Ernten, Zeichen und Träume
- Ratgeber im Verborgenen
- gebrochene Flüche oder neue Schwüre
- stille Hilfe für Verfolgte
- ebenso stille Rache an Jägern und Verrätern
Der Schleierzirkel ist damit nicht nur eine Organisation, sondern auch ein Schatten über Brickania, ein Name, der mehr flüstert als erklärt.
Bedeutung für die Welt von Brickania
Der Schleierzirkel steht exemplarisch für einen zentralen Konflikt des vierten Zeitalters:
zwischen altem Wissen und neuer Ordnung,
zwischen Furcht und Abhängigkeit,
zwischen Magie als Teil der Welt und Magie als Bedrohung.
Er verkörpert nicht das „Böse“ und nicht das „Gute“, sondern den Teil der Welt, der sich nicht sauber in Tempel, Hof, Gilde oder Gesetz pressen lässt. Gerade weil einige seiner Mitglieder tatsächlich gefährliche Wege gehen, lässt sich sein Ruf nie ganz entkräften. Gerade weil viele seiner Anhänger verfolgt, missverstanden oder gebraucht werden, lässt er sich aber auch nie völlig verdammen.
Fazit
Der Schleierzirkel ist ein halbgeheimes Netzwerk aus Hexen, Hexern, Schleierkundigen, Kräuterkundigen und Blutkundigen, das in ganz Brickania altes Wissen, Naturmagie und verborgene Rituale bewahrt. Während viele Menschen in ihm dämonennahe Fluchwirker sehen, suchen andere seine Hilfe im Verborgenen. Verbunden mit dem Wandernden Volk, dem Netz der Warmen Hand und teils auch dem Schwarzen Fang, steht der Zirkel vor allem mit der Weißen Kirche und der Kirche des Lichts in offenem Konflikt.
Gilden & Organisationen
Gilden & Organisationen sind die unsichtbaren Kräfte hinter den offenen Konflikten von Krieg um die Krone. Sie lenken Handelsströme, verbreiten Wissen oder Gerüchte – und beeinflussen Entscheidungen, lange bevor Schwerter gezogen werden.
Ob im Verborgenen oder offen agierend: Gilden können entstehen, wachsen, zerfallen oder verschwinden. Ihre Netzwerke eröffnen besondere Spielaktionen, strategische Vorteile und neue Wege, den Verlauf der Kampagne zu verändern – oft subtil, manchmal entscheidend.
Nicht jede Macht trägt eine Krone.
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