Zwischenfazit
Zwischenfazit zu Brickania: Krieg um die Krone
Es ist inzwischen weit über 30 Jahre her, dass ich zum ersten Mal HeroQuest gespielt habe. Und auch die Wiederentdeckung von LEGO für mich selbst liegt mittlerweile mehr als 20 Jahre zurück.
Es dauerte dann allerdings noch bis 2011, bis ich auf die eigentlich ziemlich naheliegende Idee kam, beides miteinander zu verbinden.
Wobei das auch nur die halbe Wahrheit ist.
Denn die Idee, eine größere Kampagne mit vielen Spielern auf unterschiedlichen Ebenen zu spielen, hatte ich bereits vor ungefähr 25 Jahren. Schon damals faszinierte mich der Gedanke, dass nicht jeder Spieler einfach nur eine einzelne Figur oder Armee steuert, sondern dass Entscheidungen auf verschiedenen Ebenen miteinander verbunden sind und Auswirkungen auf eine größere gemeinsame Welt haben.
Viele Inspirationen – und irgendwie auch Bestätigungen dafür, dass solch ein Konzept funktionieren könnte – fand ich damals vor allem in Birthright und Mighty Empires.
Brickania selbst entstand ursprünglich allerdings gar nicht als dieses große Projekt.
Eigentlich sollte Brickania „nur“ die Hintergrundwelt für meine BrickQuest-Abenteuer werden.
Eine Welt, in der meine Geschichten stattfinden können. Mit Orten, Reichen, Figuren und ein wenig Hintergrundgeschichte.
Nur blieb es natürlich nicht dabei.
Aus dieser Hintergrundwelt entwickelte sich nach und nach eine meiner ältesten Visionen weiter: eine große, fortlaufende Kampagne mit unterschiedlichen Fraktionen, Schlachten, politischen Entscheidungen, Entwicklungen auf einer Strategiekarte und ganz unterschiedlichen Ebenen des Spiels.
Ein Projekt, das heute unter Brickania: Krieg um die Krone immer konkreter wird.
Von einer Idee zu einem echten Projekt
Es dauerte einige Jahre, bis ich überhaupt damit begann, die vielen Gedanken aus meinem Kopf in ersten Notizen festzuhalten.
Und noch einmal ungefähr fünf Jahre, bis ich anfing, diese Vision ernsthafter weiterzuspinnen, zu strukturieren und schließlich auch öffentlich im Web vorzustellen.
Ehrlicherweise muss ich dabei aber auch sagen, dass ich das Projekt lange Zeit nicht mit der Konsequenz verfolgt habe, die eigentlich notwendig gewesen wäre.
Obwohl ich damals teilweise sogar deutlich mehr Zeit hatte als heute, gab es einfach viele andere Dinge in meinem Leben und entsprechend viele andere Projekte und Gedanken in meinem Kopf.
Und dann war da natürlich noch ein ganz anderes Problem:
Geld.
Denn ein Projekt in dieser Größenordnung besteht nicht nur aus Ideen.
Wenn hunderte Minifiguren, Armeen, Gelände, Gebäude, Waffen, Fahrzeuge, Strategiekarten und unzählige weitere Dinge irgendwann tatsächlich physisch auf einem Tisch stehen sollen, wird aus einer theoretischen Spielidee relativ schnell ein ziemlich kostspieliges Hobby.
Oder eben ein kleines Mammutprojekt.
Damals war ich schlicht nicht in der finanziellen Situation, um eine solche Vision auch nur ansatzweise so umzusetzen, wie ich sie mir vorgestellt hatte.
Seit 2023/2024 wurde es ernst
Seit ungefähr 2023 beziehungsweise 2024 hat sich das deutlich verändert.
Ich habe begonnen, viele meiner alten Inhalte, Gedanken und Ideen vollständig ins Netz zu stellen, bestehende Konzepte weiterzuentwickeln und gleichzeitig meinen ohnehin schon ziemlich großen Vorrat an Minifiguren, Waffen, Zubehör und sonstigen Klemmbausteinen massiv auszubauen.
Ich habe geplant.
Gesammelt.
Gekauft.
Gebaut.
Geschrieben.
Verworfen.
Neu geplant.
Und wahrscheinlich noch viel mehr gekauft. ;-)
Und trotzdem komme ich bis heute regelmäßig an den Punkt, an dem ich vor all dem stehe und denke:
Es reicht noch nicht.
Das ist manchmal tatsächlich etwas mühselig.
Denn egal wie viel bereits vorhanden ist, man sieht natürlich meistens zuerst das, was noch fehlt.
Noch ein Geländeabschnitt.
Noch eine Armee.
Noch ein Regelabschnitt.
Noch eine Fraktion.
Noch eine Seite auf der Website.
Noch irgendeine Idee, die unbedingt vorher umgesetzt werden muss.
Und plötzlich sind wieder einige Wochen vergangen.
Es reicht noch nicht – aber es reicht
Nach den vergangenen zwei Jahren, in denen ich stellenweise wirklich sehr viel Zeit und auch einiges an Geld in Brickania investiert habe, bin ich inzwischen trotzdem an einem wichtigen Punkt angekommen.
Ich kann endlich sagen:
Es reicht immer noch nicht. Aber es reicht, um in die nächste Phase zu gehen.
Und genau das ist für mich wahrscheinlich das wichtigste Zwischenfazit überhaupt.
Denn in den kommenden Wochen – vielleicht auch Monaten – wird das Projekt einen erheblichen Schritt nach vorne machen.
Viele Dinge, über die ich seit Jahren schreibe, nachdenke und plane, werden langsam tatsächlich sichtbar und spielbar werden.
Natürlich war auch ich zwischendurch müde.
Nicht nur von Brickania, sondern teilweise einfach von allem, was gleichzeitig passiert und erledigt werden muss.
Es gab Wochen, in denen ich kaum etwas am Projekt gemacht habe.
Und trotzdem war Brickania: Krieg um die Krone eigentlich nie wirklich weg.
Irgendetwas daran hat mich immer beschäftigt.
Eine Regel.
Eine Fraktion.
Ein Gebäude.
Eine Geschichte.
Eine Idee für die Strategiekarte.
Oder irgendein vollkommen unnötiges Detail, das plötzlich unbedingt noch Teil dieser Welt werden musste. ;-)
Von Version 0.89 zu Version 0.9
Wenn ich dem aktuellen Stand heute eine Versionsnummer geben müsste, würde ich wahrscheinlich bei ungefähr 0.89 landen.
Das klingt vielleicht nach einer ziemlich kleinen Differenz zur 0.9.
Für mich ist dieser Schritt allerdings deutlich größer.
Denn mit Version 0.9 erreicht Brickania: Krieg um die Krone erstmals einen Zustand, bei dem ich wirklich sagen würde:
Das Projekt ist brauchbar.
Nicht fertig.
Nicht vollständig.
Und wahrscheinlich noch weit davon entfernt, irgendwann einmal genau so auszusehen, wie es in meinem Kopf existiert.
Aber brauchbar.
Spielbar.
Vorzeigbar.
Und vor allem endlich an einem Punkt, an dem nicht mehr ausschließlich vorbereitet, gesammelt und theoretisiert wird.
Wenn ich es heute einschätzen müsste, würde ich sogar behaupten:
Mehr als die Hälfte ist geschafft.
Was angesichts dessen, was dieses Projekt irgendwann einmal werden soll, eigentlich schon eine ziemlich bemerkenswerte Feststellung ist.
Noch nicht am Ziel – aber längst unterwegs
Ich freue mich deshalb inzwischen wirklich sehr auf den Moment, an dem ich Brickania: Krieg um die Krone offiziell als gestartet präsentieren kann.
Auch wenn ich selbst längst weiß, dass diese Formulierung eigentlich gar nicht ganz stimmt.
Denn dieses Projekt steht schon seit Jahren nicht mehr im Leerlauf.
Vielleicht habe ich lange am Motor geschraubt.
Vielleicht wurden unterwegs immer wieder Teile ausgetauscht.
Vielleicht habe ich zwischendurch sogar noch beschlossen, dass das Fahrzeug plötzlich drei Achsen, einen Anhänger und irgendeinen vollkommen unnötigen goldenen Spoiler braucht.
Aber der Motor läuft längst.
Und eigentlich befindet sich Brickania schon seit Jahren auf der Rennstrecke.
Jetzt geht es nur langsam auf die Zielgerade zur nächsten großen Etappe.
Und vielleicht ist genau das das passende Zwischenfazit:
Es reicht noch nicht.
Aber mittlerweile reicht es mehr als genug, um endlich richtig loszufahren.
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