Brickania - Die Große Wohlfahrt

Die Große Wohlfahrt

Ursprung

Die Große Wohlfahrt entstand in den ersten Jahren des Vierten Zeitalters, als die Folgen des Großen Krieges, des Drachenflugs und des darauffolgenden Ascheregens offen zutage traten. Städte waren überfüllt, Landstriche verwüstet, ganze Bevölkerungsgruppen entwurzelt. Viele Herrschaften waren mit Wiederaufbau, Machtfragen oder militärischer Sicherung beschäftigt – nicht mit den Menschen am Rand.

Genau hier trat die Große Wohlfahrt erstmals in Erscheinung.

Nicht als Gilde, nicht als Orden, sondern als Zusammenschluss von Helfern, Verwaltern, Handwerkern und ehemaligen Soldaten. Ihr Anspruch war schlicht: helfen, wo niemand sonst hilft.

Anfangs bestand sie aus lokalen Initiativen, Suppenküchen und Notunterkünften. Niemand sprach von Einfluss oder Macht. Es ging ums Überleben

Entwicklung

Mit der Zeit wuchs aus der Notversorgung eine Struktur. Die Große Wohlfahrt begann, Hilfe zu koordinieren statt nur zu leisten. Sie führte Listen, verteilte Aufgaben, organisierte Transporte und Arbeitsdienste. Städte erkannten schnell den Nutzen: Wo die Wohlfahrt aktiv war, kehrte Ruhe ein.

Nach und nach wurde sie:

  • geduldet

  • gefördert

  • eingebunden

Aus freiwilliger Hilfe wurde eine feste Größe. Aus vielen kleinen Gruppen entstand eine Organisation mit Namen, Stimme und Gewicht. Die Große Wohlfahrt blieb dabei bewusst unauffällig. Sie verzichtete auf prunkvolle Gebäude, auf Banner oder martialische Zeichen. Ihre Präsenz zeigte sich nicht in Symbolen – sondern darin, dass Dinge funktionierten.

Machtzunahme

Die Macht der Großen Wohlfahrt wuchs nicht durch Waffen, sondern durch Abhängigkeit.

Wo sie half, entstanden Strukturen:

  • Wer Arbeit suchte, ging zur Wohlfahrt.

  • Wer Unterkunft brauchte, ging zur Wohlfahrt.

  • Wer vermitteln wollte, fragte die Wohlfahrt.

Sie entschied nicht offen – aber sie priorisierte.
Sie befahl nicht – aber sie empfahl.

In manchen Städten war sie bald unverzichtbar. Stadträte verließen sich auf ihre Einschätzungen, Gilden auf ihre Vermittlung, Herrscher auf ihre beruhigende Wirkung auf die Bevölkerung. Je mehr Verantwortung andere abgaben, desto größer wurde ihr Einfluss.

Die Große Wohlfahrt ist heute keine politische Macht in Brickania – aber ohne sie wird Politik schwierig.

Struktur

Nach außen wirkt die Große Wohlfahrt dezentral und offen. Tatsächlich ist sie klar gegliedert:

  • Örtliche Wohlfahrtsstellen
    kümmern sich um Versorgung, Arbeit, Unterkünfte und einfache Ordnung.

  • Regionale Koordinatoren
    verteilen Ressourcen, schlichten Konflikte und berichten über Entwicklungen.

  • Der Zentrale Ausschuss
    gibt Richtlinien vor, entscheidet über Schwerpunktregionen und langfristige Maßnahmen.

Auffällig ist:
Es gibt keine einzelne Führungsfigur, keine Ikone, keinen „Meister“. Entscheidungen werden kollektiv getroffen – oder wirken zumindest so.

Verbindungen zu anderen Gilden & Organisationen

Die Große Wohlfahrt steht mit vielen Gruppen in Kontakt, ohne sich offen zu binden.

  • Händlerbünde nutzen sie zur Arbeitsvermittlung und zur Stabilisierung von Handelswegen.

  • Städtische Verwaltungen lagern Aufgaben aus, offiziell „vorübergehend“.

  • Religiöse Gemeinschaften kooperieren punktuell, meiden aber zu enge Nähe.

  • Informationsnetzwerke schätzen ihre Nähe zur Straße und zu einfachen Leuten.

Mit ideologischen Gruppen – insbesondere solchen, die den Zustand der Welt grundsätzlich hinterfragen – pflegt die Große Wohlfahrt ein distanziertes, aber wachsames Verhältnis.

Brickania - Die Große Wohlfahrt - Hilfe

Beziehungen & Verflechtungen

Beziehung zu Die Tafel

(Konkurrenz unter dem Deckmantel der Hilfe)

Die Große Wohlfahrt und Die Tafel gelten nach außen oft als gleichgerichtete Akteure. Tatsächlich stehen sie in einem stillen Wettbewerb um Einfluss, Deutungshoheit und Nähe zur Bevölkerung.

Die Tafel arbeitet unmittelbarer, persönlicher und oft kompromisslos. Sie hilft dort, wo Not sichtbar wird, ohne lange Abwägung oder strategische Planung. Die Große Wohlfahrt hingegen betrachtet diese Vorgehensweise als unkoordiniert und potenziell destabilisierend.

Intern sieht die Wohlfahrt Die Tafel weniger als Partner, sondern als:

  • unberechenbaren Akteur

  • moralischen Maßstab, der unbequem werden kann

  • Konkurrenz um Vertrauen „von unten“

Nach außen wahrt sie Respekt.
Nach innen arbeitet sie daran, Die Tafel langfristig zu verdrängen oder einzuhegen.


Beziehung zum Das Netz der Warmen Hand

(Einflussnahme ohne Besitz)

Obwohl das Netz der Warmen Hand historisch und organisatorisch eng mit Die Tafel verbunden ist, versucht die Große Wohlfahrt seit einiger Zeit, Einfluss auf diese Struktur zu gewinnen.

Nicht durch Übernahme, sondern durch:

  • gezielte Unterstützung einzelner Knotenpunkte

  • materielle Hilfe ohne formale Bindung

  • „Zufälle“, bei denen Hilfe genau dort ankommt, wo die Warme Hand aktiv ist

Die Große Wohlfahrt weiß:

Wer die Straße versteht, kontrolliert die Stimmung.

Offiziell bestreitet sie jede Verbindung. Inoffiziell versucht sie, das Netz von der Tafel zu lösen, ohne es offen zu beschädigen – ein riskantes Spiel, das Misstrauen auf beiden Seiten erzeugt.


Beziehung zum Fuchsbau

(Informationsquelle)

Der Fuchsbau ist kein Lieferant, kein logistischer Helfer, sondern ein reines Gerüchte- und Informationsnetzwerk. Gerade deshalb ist er für die Große Wohlfahrt von hohem Wert.

Die Wohlfahrt nutzt den Fuchsbau nicht offiziell, sondern als:

  • Stimmungsbarometer

  • Frühwarnsystem

  • indirekte Quelle für soziale Spannungen

Zwischen beiden besteht keine formale Zusammenarbeit. Dennoch tauchen Informationen aus dem Fuchsbau auffällig oft in internen Einschätzungen der Wohlfahrt auf.

Man spricht nicht miteinander.
Man hört nur sehr genau zu.


Beziehung zur Aufbau-Organisation

(Zweckgemeinschaft ohne Einverständnis)

Die Beziehung zur Aufbau-Organisation ist von grundlegendem Misstrauen geprägt – zumindest von deren Seite.

Die Aufbau-Organisation betrachtet die Große Wohlfahrt skeptisch:

  • zu politisch

  • zu meinungsbildend

  • zu stark im sozialen Raum verankert

Umgekehrt stellt die Große Wohlfahrt ihre Beziehung zur Aufbau-Organisation nach außen gern als enge Zusammenarbeit im Kampf gegen Elend und Zerstörung dar – obwohl es keine offizielle Verbindung gibt.

Dieses Ungleichgewicht ist kein Zufall.
Die Große Wohlfahrt profitiert davon, mit dem Wiederaufbau in Verbindung gebracht zu werden, ohne dessen Verantwortung zu tragen.

„Wir arbeiten alle am selben Ziel.“
– ein Satz, den nur eine Seite benutzt.


Einordnung

Die Große Wohlfahrt bewegt sich bewusst in Grauzonen.
Sie konkurriert, ohne anzugreifen.
Sie kooperiert, ohne sich zu binden.
Sie beeinflusst, ohne Verantwortung zu übernehmen.

Ihre größte Stärke ist nicht ihre Organisation
sondern ihre Deutungshoheit darüber, was Hilfe bedeutet.

Persönlichkeiten der Großen Wohlfahrt

Die Große Wohlfahrt kennt keine Heldennamen. Ihre bekannten Persönlichkeiten sind Verwalter, Organisatoren, Koordinatoren.

Typisch sind:

  • ehemalige Offiziere ohne Rang

  • Schreiber mit Sinn für Ordnung

  • Handwerker mit Autorität

  • Frauen und Männer, die gelernt haben, ruhig zu bleiben

Viele von ihnen sind erschöpft, pragmatisch und unbeirrbar. Sie glauben nicht an große Ideen, sondern an funktionierende Abläufe.

Die aktuell wichtigsten Personen in der Organisation:

Harlan Vesk

Koordinator mehrerer Wohlfahrtsstellen in Grenzregionen.
Ehemaliger Quartiermeister eines Feldheeres, ruhig, methodisch, schwer aus der Fassung zu bringen. Spricht selten über Motive, denkt in Wegen, Zahlen und Abläufen.

Gilt intern als jemand, der „weiß, wo es brennt, bevor es brennt“.


Mireya Soln

Verantwortlich für Versorgung und Unterkünfte in einer größeren Stadt. Kam ursprünglich aus dem Handwerk, nicht aus der Verwaltung. Hat ein gutes Gespür für Menschen, wird aber zunehmend als „zu weich“ wahrgenommen. Wird von vielen respektiert – und von einigen gezielt ausgenutzt.


Tomas Kren

Schreiber und Verwalter, zuständig für Listen, Zuteilungen und Berichte an den Zentralen Ausschuss.
Unauffällig, korrekt, niemals emotional. Manche sagen, er entscheide mehr über das Schicksal von Menschen als mancher Stadtrat – ohne es je offen auszusprechen.


Elrik Dane

Ehemaliger Stadtwächter, heute Sicherheitskoordinator der Großen Wohlfahrt.
Sorgt dafür, dass Ausgabestellen funktionieren und Konflikte klein bleiben.
Hat klare Grenzen, wenig Geduld für Idealismus und ein sehr pragmatisches Verständnis von Ordnung.


Sera Holt

Verbindungsfrau zu lokalen Verwaltungen und Gilden.
Diplomatisch, freundlich, nie eindeutig.
Sie weiß, was gesagt werden darf – und was besser unausgesprochen bleibt.
Viele glauben, sie sei harmlos. Kaum jemand irrt sich stärker.


Joneth Marr

Zuständig für „Sonderfälle“ und Übergangsmaßnahmen.
Taucht oft dort auf, wo Probleme bereits eskaliert sind.
Offiziell ohne besonderen Rang, inoffiziell mit großer Entscheidungsfreiheit.
Über ihn heißt es, er komme nur dann, wenn es keine guten Lösungen mehr gibt.

Einordnung der Persönlichkeiten

Keiner dieser Namen steht für die Große Wohlfahrt.
Und genau das ist gewollt.

  • keine Ikonen

  • keine Helden

  • keine Märtyrer

Sie sind austauschbar – zumindest auf den ersten Blick.
Doch gemeinsam bilden sie das Rückgrat einer Organisation, die nicht durch Ideale wirkt, sondern durch Präsenz, Planung und Konsequenz.

Gerüchte

Über die Große Wohlfahrt kursieren zahlreiche Gerüchte:

  • Sie entscheide gezielt, welche Viertel sich „lohnen“.

  • Sie halte Informationen zurück, um Ruhe zu bewahren.

  • Sie forme Meinungen, ohne es offen auszusprechen.

  • Sie wisse mehr über soziale Spannungen als jede Stadtwache.

Manche behaupten sogar, die Wohlfahrt sei weniger an Hilfe interessiert als an Stabilität um jeden Preis.

Beweisen lässt sich davon nichts.

Brickania - Die Große Wohlfahrt - Beziehungen & Verflechtungen

Fazit

Die Große Wohlfahrt ist kein Machtapparat im klassischen Sinn. Sie ist ein System, das dort greift, wo Ordnung zerfällt. Sie lindert Elend, verhindert Unruhen und gibt Menschen in Brickania Halt – aber sie tut dies zu ihren Bedingungen.

Gilden &  Organisationen

Gilden & Organisationen sind die unsichtbaren Kräfte hinter den offenen Konflikten von Krieg um die Krone. Sie lenken Handelsströme, verbreiten Wissen oder Gerüchte – und beeinflussen Entscheidungen, lange bevor Schwerter gezogen werden.

Ob im Verborgenen oder offen agierend: Gilden können entstehen, wachsen, zerfallen oder verschwinden. Ihre Netzwerke eröffnen besondere Spielaktionen, strategische Vorteile und neue Wege, den Verlauf der Kampagne zu verändern – oft subtil, manchmal entscheidend.

Nicht jede Macht trägt eine Krone.

Zur Übersicht von allen Gilden und Organisationen in Brickania

Es gibt zahlreiche Gilden & Organisationen, während des Spiels können neue entstehen, als auch bereits vorhandene wieder verschwinden. Die Gründe sind vielfältig ;-)

Randnotiz

  • Meilensteine in Brickania und meine vorläufigen Etappenziele.

Falkenpost?

Du wünscht regelmäßige Brickania Neuigkeiten via Falkenpost?

BrickaniaWerbebanner

Werbung

Hinterlasse deine Worte im Buch der Chronisten

Brickania Avatar Rick
Mein Name ist Rick, bin ein Kind der 80er und ich bin der kreative Kopf hinter Brickania. Seit meiner Kindheit bin ich ein begeisterter LEGO-Fan und habe schon immer Freude daran gehabt, eigene Welten und Geschichten zu erschaffen. Diese Leidenschaft hat mich dazu inspiriert, BrickQuest zu entwickeln, ein LEGO-Brettspiel, das die Grundlage für mein aktuelles Projekt Brickania bildet. Neben meiner Leidenschaft für LEGO und Spieleentwicklung bin ich stets auf der Suche nach neuen Herausforderungen und Möglichkeiten, meine kreativen Ideen in die Tat umzusetzen. Ich freue mich darauf, diese Reise mit euch zu teilen und gemeinsam die Welt von Brickania zum Leben zu erwecken.