Warum Brickania auf Hex-Bases setzt – und warum die Farbe dabei wichtig ist

Warum Brickania auf Hex-Bases setzt – und warum die Farbe dabei wichtig ist

Bei einem Projekt wie Brickania: Krieg um die Krone geht es nicht nur um Fraktionen, Regimenter, Wappen oder Regeln. Es geht auch um die vielen kleinen Entscheidungen, die am Ende darüber bestimmen, wie sich das Spiel anfühlt, wie es aussieht und wie gut es sich lesen lässt. Eine dieser Entscheidungen betrifft etwas, das auf den ersten Blick fast unscheinbar wirkt: die Bases unter den Minifiguren.

Da das eigentliche Schlachtfeld von Krieg um die Krone als Hex-Karte angelegt ist, war früh klar, dass auch die Figuren und Regimenter möglichst harmonisch in dieses System eingebunden werden sollten. Klassische rechteckige oder zu große Platten wirken in so einem Aufbau oft wie Fremdkörper. Zu kleine Lösungen sind dagegen zwar dezent, bieten aber häufig nicht genug optische Wirkung oder Stabilität. Genau deshalb sind flache Hex-Bases mit Noppenaufnahme besonders interessant: Sie greifen die Form des Spielfeldes direkt auf und verbinden Minifigur und Karte zu einem stimmigeren Gesamtbild.

Hex statt Kompromiss

Die Idee hinter den Hex-Bases ist simpel: Wenn das Schlachtfeld aus Hexfeldern besteht, sollten auch die Figuren nicht so wirken, als stünden sie auf einem völlig anderen System. Die Base wird dadurch nicht nur zu einem technischen Hilfsmittel, sondern zu einem gestalterischen Bindeglied zwischen Figur und Spielwelt.

Gerade bei Regimentern mit mehreren Minifiguren entsteht dadurch ein sauberer, ruhiger und zugleich strukturierter Eindruck. Die Einheiten wirken nicht einfach „abgestellt“, sondern optisch in das Schlachtfeld eingebettet. Das ist besonders wichtig, wenn später größere Armeen, unterschiedliche Geländeformen und dichte Aufstellungen aufeinandertreffen.

Brickania: Krieg um die Krone - Hexfelder für die LEGO Minifiguren

Die Farbe der Base ist mehr als nur Geschmack

Sobald die passende Form gefunden ist, stellt sich sofort die nächste Frage:

Welche Farbe soll die Base haben? Aktuell stehen drei Varianten im Raum: schwarz, transparent und tan/beige.

Transparent schied relativ schnell aus, zumindest für reguläre Truppen. Zwar ist die Idee auf den ersten Blick charmant, weil die Base möglichst wenig sichtbar wäre, in der Praxis wirkt transparent aber oft technisch, künstlich oder unruhig – vor allem dann, wenn sich Licht, Kanten und Untergründe ständig verändern. Für normale Regimenter ist das meist nicht die beste Lösung.

Schwarz wirkt zunächst stark, edel und klar. Bei einzelnen Figuren kann das sogar sehr gut funktionieren. Das Problem zeigt sich aber in der Masse: Wenn ganze Regimenter und Armeen auf schwarzen Bases stehen, entstehen schnell harte dunkle Flächen unter nahezu jeder Figur. Besonders beim Aufmarsch oder in dichten Formationen kann das das Gesamtbild unnötig schwer und unruhig machen. Der Blick bleibt dann nicht mehr automatisch bei den Figuren, Schilden und Farben der Fraktionen, sondern wird immer wieder von den dunklen Sockeln eingefangen.

Tan beziehungsweise Beige wirkt dagegen deutlich ruhiger und natürlicher. Diese Farbe erinnert eher an Erde, Staub, trockene Wege oder neutrale Bodenflächen und fügt sich deshalb auf vielen Geländetypen wesentlich harmonischer ein. Sie konkurriert weniger mit der Figur selbst und lässt das Schlachtfeld insgesamt organischer erscheinen. Genau das ist für Brickania wichtig: Die Base soll unterstützen, nicht dominieren.

Eine Base als Teil der visuellen Sprache

Aus dieser Überlegung ergibt sich fast automatisch ein kleines Farbsystem für das Schlachtfeld.

Tan/Beige eignet sich ideal für normale Regimenter und Standardtruppen. Die Einheiten bleiben gut lesbar, ohne dass die Base die Szene an sich zieht.

Schwarz kann dagegen bewusst für Helden, Persönlichkeiten oder besondere Charaktere verwendet werden. Dort erfüllt die dunkle Base genau den Zweck, den sie bei normalen Truppen eher stören würde: Sie hebt wichtige Figuren sichtbar hervor. Da solche Einheiten nur in begrenzter Zahl gleichzeitig auf dem Feld stehen, funktioniert der Kontrast hier als gezieltes Stilmittel statt als optische Überladung.

Transparent wiederum kann später sehr sinnvoll für Zauberwirkungen, magische Manifestationen, temporäre Marker oder besondere Effekte eingesetzt werden. Dort passt der künstlichere, fast immaterielle Eindruck sogar sehr gut zum Einsatzzweck.

Design trifft Spielbarkeit

Genau hier zeigt sich, warum solche Entscheidungen in Brickania nicht bloß Deko sind. Es geht nicht nur darum, was „schön“ aussieht, sondern auch darum, wie schnell ein Schlachtfeld lesbar bleibt. Wenn sich Standardtruppen ruhig einfügen, besondere Charaktere klar hervorstechen und magische Effekte sofort anders wirken, entsteht ganz nebenbei ein System, das spielerisch hilft, ohne ständig mit Zusatzmarkern oder Regelhilfen arbeiten zu müssen.

Das ist ein gutes Beispiel für die Philosophie hinter Krieg um die Krone: Gestaltung und Spielmechanik sollen möglichst oft zusammenarbeiten, statt sich gegenseitig in die Quere zu kommen.

Fazit

Hex-Bases sind für Brickania mehr als eine nette Idee. Sie sind eine logische Erweiterung des Schlachtfeldes und helfen dabei, Figuren, Regimenter und Gelände stärker zu einer Einheit zu verbinden. Die Farbwahl entscheidet dabei wesentlich mit, ob das Ergebnis ruhig, atmosphärisch und lesbar bleibt – oder optisch zu hart wird.

Aktuell spricht deshalb vieles dafür, auf dem eigentlichen Schlachtfeld vor allem auf tanfarbene Hex-Bases für normale Truppen zu setzen, während schwarze Bases gezielt für Helden und Persönlichkeiten genutzt werden. Transparente Bases bleiben eine spannende Option für Zauber und besondere Effekte.

Am Ende zeigt sich auch hier: In Brickania steckt selbst in einer kleinen Base mehr Weltbau, Überlegung und Philosophie, als man auf den ersten Blick vermuten würde.

Solche Details wirken von außen oft klein, machen im Gesamtbild aber einen gewaltigen Unterschied. Genau deshalb gehört auch diese Frage für uns in den Bereich Design & Philosophie. Denn Brickania soll nicht nur funktionieren, sondern sich auf dem Tisch auch wie eine echte Welt anfühlen.

Wie siehst Du das?
Findest Du schwarze Bases für Charaktere spannender oder würdest Du alles konsequent einheitlich halten? Schreib es gern in die Kommentare und diskutiere mit uns über Designentscheidungen in Brickania.

Wie entsteht eigentlich eine Welt wie Brickania?

Wie entsteht eigentlich eine Welt wie Brickania?

Hinter Brickania: Krieg um die Krone steckt mehr als nur eine Karte, LEGO Minifiguren und Regeln. Viele Entscheidungen folgen einer klaren Idee: Wie entwickelt sich Macht? Welche Rolle spielt Magie? Wie beeinflussen Zuschauer und Ereignisse die Welt?

Im Bereich Design & Philosophie werfe ich einen Blick hinter die Kulissen. Hier geht es um Spielmechaniken, Grundprinzipien und die Gedanken hinter dem Aufbau der Welt.

👉 Wenn dich interessiert, warum Brickania so funktioniert, wie es funktioniert, findest du hier die Konzepte und Überlegungen hinter dem Spiel.

Randnotiz

  • Meilensteine in Brickania und meine vorläufigen Etappenziele.

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Brickania Avatar Rick
Mein Name ist Rick, bin ein Kind der 80er und ich bin der kreative Kopf hinter Brickania. Seit meiner Kindheit bin ich ein begeisterter LEGO-Fan und habe schon immer Freude daran gehabt, eigene Welten und Geschichten zu erschaffen. Diese Leidenschaft hat mich dazu inspiriert, BrickQuest zu entwickeln, ein LEGO-Brettspiel, das die Grundlage für mein aktuelles Projekt Brickania bildet. Neben meiner Leidenschaft für LEGO und Spieleentwicklung bin ich stets auf der Suche nach neuen Herausforderungen und Möglichkeiten, meine kreativen Ideen in die Tat umzusetzen. Ich freue mich darauf, diese Reise mit euch zu teilen und gemeinsam die Welt von Brickania zum Leben zu erwecken.