🏛️ Die Kaiserliche Hofbank
Relikt des Kaiserreiches, Hüterin alter Schulden
Die Kaiserliche Hofbank wurde im alten Kaiserreich von Brickania gegründet und war über Jahrhunderte hinweg das finanzielle Rückgrat einer ganzen Weltordnung. Bis zum Ende des 3. Zeitalters galt sie als größte, einflussreichste und unumstritten mächtigste Bank Brickanias – mit Niederlassungen in nahezu allen bedeutenden Städten des Reiches.
Selbst andere Reiche – unter Elben, Zwergen und Albenvölkern – waren zeitweise direkt oder indirekt von ihren Krediten, Garantien und Handelsabsicherungen abhängig. Gold, Vertrauen und Macht waren in jener Zeit kaum voneinander zu trennen.
Mit dem Ende des Kaiserreiches jedoch begann auch der langsame, schmerzhafte Niedergang der Hofbank.
⚔️ Zerfall nach dem Großen Krieg
Der Große Krieg markierte nicht nur das Ende des Kaiserreiches, sondern auch den Bruch einer über Jahrhunderte gewachsenen Finanzstruktur. Zahlreiche Niederlassungen der Kaiserlichen Hofbank:
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wurden von lokalen Fürsten übernommen
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schlossen sich später der Bank von Brickania an
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erklärten sich für unabhängig
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oder wurden schlicht geplündert, ihr Gold beschlagnahmt
Der darauffolgende Ascheregen kappte Handelswege, isolierte ganze Regionen und machte selbst einfache Goldtransporte nahezu unmöglich. Der Einfluss der Hofbank schrumpfte dramatisch und konzentriert sich seither fast ausschließlich auf ihren letzten verbliebenen Hauptsitz – die ehemalige Hauptstadt des Kaiserreiches.
🕯️ Das Gremium: Das Alte Direktorium
Nach dem Zusammenbruch wurde die Struktur der Bank stark reduziert. An ihrer Spitze steht heute Das Alte Direktorium, ein Gremium aus sieben Mitgliedern, die allesamt aus alten Verwaltungs-, Adels- oder Finanzlinien des Kaiserreiches stammen.
Das Direktorium:
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sieht sich als legitimer Nachfolger der kaiserlichen Ordnung
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verwaltet die letzten Reserven der Bank
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entscheidet über Kredite, politische Unterstützung und Informationsflüsse
Moderne Reformen lehnt das Direktorium ab. Tradition gilt als Stabilität – selbst dann, wenn sie zur Last wird.

🕯️ Das Alte Direktorium
Ⅰ. Valerius von Kronhall
Der Primus Custos – Sprecher des Direktoriums
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ältester aktiver Direktor
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ehemaliger Reichsschatzmeister
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spricht fast ausschließlich im Namen „der Ordnung“
Haltung:
„Nicht wir haben das Reich verloren. Das Reich hat sich selbst vergessen.“
Ⅱ. Marvella die Buchhalterin
Hüterin der Schuldenregister
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kennt alte Kreditverträge, Erbverpflichtungen und Garantien
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verwaltet Archive, die offiziell nicht existieren
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spricht leise, entscheidet hart
Gerücht:
Sie wisse, welche Fürstenhäuser ohne kaiserliche Kredite nie existiert hätten.
Ⅲ. Octavian Ferrum
Verantwortlicher für Markt & Handel
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ehemaliger Handelspräfekt des Kaiserreiches
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beste Kontakte zu Händlern, Gilden, Märkten
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mischt sich aktiv in Marktpolitik ein
Haltung:
„Märkte erinnern sich. Menschen nicht.“
Ⅳ. Seraphine Valdros
Gesandte der Außenverhältnisse
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pflegte einst Beziehungen zu Elben- und Zwergenreichen
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versucht alte Abhängigkeiten zu reaktivieren
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diplomatisch, aber unnachgiebig
Gerücht:
Sie besitzt geheime Schuldverträge mit nicht-menschlichen Reichen.
Ⅴ. Cassor Relicta
Bewahrer der Symbole
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zuständig für Zeremonien, Siegel, Außendarstellung
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hält den Glanz der Bank aufrecht
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kontrolliert Narrative und öffentliche Wahrnehmung
Haltung:
„Macht beginnt mit dem Glauben, dass sie existiert.“
Ⅵ. Helion Graustein
Verwalter der Reserven
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zuständig für reale Gold- und Sachwerte
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schweigsam, misstrauisch
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vermeidet öffentliche Auftritte
Gerücht:
Er wisse genau, wie leer die Tresore wirklich sind.
Ⅶ. Lucerna Veyl
Die Unklare
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jüngstes Mitglied
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Herkunft unklar
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offiziell Expertin für „neue Märkte“
Gerüchte (widersprüchlich):
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Agentin des Erben
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Informantin der Bank von Brickania
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Werkzeug des Direktoriums
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oder eigene Agenda
💰 Kreditvergabe & Marktpolitik
Die Kaiserliche Hofbank vergibt weiterhin Kredite – theoretisch an alle.
In der Praxis jedoch gelten strenge Unterschiede:
Allgemeine Kreditvergabe
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sehr hohe Zinsen
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geringe Volumina
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kurze Laufzeiten
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harte Sicherheiten
Für viele Fraktionen sind diese Kredite eher eine Belastung als eine Hilfe.
Alte Loyalitäten
Ehemalige Vasallen des Kaiserreiches oder traditionell kaisertreue Häuser erhalten:
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minimal bessere Konditionen
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bevorzugte Verhandlung
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symbolische Zugeständnisse
Diese Kredite sind weniger wirtschaftlich als politisch motiviert.
Der Erbe des Kaiserreiches
Eine klare Ausnahme bildet der Erbe des Kaiserreiches:
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deutlich bessere Konditionen
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höheres Kreditvolumen
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längere Laufzeiten
Die Hofbank investiert hier nicht in Gewinn, sondern in Legitimität.
Sie betrachtet den Erben als Schlüssel zur Wiederherstellung der alten Ordnung.

🧠 Gold oder Wissen?
Nach außen wahrt die Bank weiterhin ihren Glanz: schwere Türen, alte Siegel, prunkvolle Hallen. Doch Gerüchte halten sich hartnäckig:
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Die Goldreserven seien längst erschöpft
-
Große Teile des Vermögens seien verloren gegangen
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Die Bank operiere nur noch mit minimalen Rücklagen
Bestätigt wird nichts. Widerlegt ebenfalls nicht.
Stattdessen heißt es, die Hofbank verdiene ihr Gold heute vor allem durch:
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den Handel mit sensiblen Informationen
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politische Einschätzungen
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Marktgerüchte
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Kenntnisse über Erbfolgen, Schulden und Abhängigkeiten
Ob dies Wahrheit oder Verleumdung ist, bleibt unklar – doch ihr Einfluss auf Märkte spricht eine eigene Sprache.

⚖️ Verhältnis zu anderen Banken & Mächten
Die Kaiserliche Hofbank steht in einem permanenten Konkurrenzkampf:
-
gegen zahlreiche kleinere Regionalbanken
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insbesondere jedoch gegen die Bank von Brickania, die als pragmatischer, moderner Gegenpol gilt
Während die Bank von Brickania auf Vernetzung und Stabilität setzt, verfolgt die Hofbank eine rückwärtsgewandte Strategie: Kontrolle durch Erinnerung, Schuld und Verpflichtung.
📌 Rolle in Brickania
Die Kaiserliche Hofbank ist keine neutrale Institution mehr.
Sie ist ein Relikt vergangener Macht, das versucht, Geschichte zu korrigieren – leise, beharrlich und mit den Mitteln, die ihr geblieben sind.
Wer mit ihr Geschäfte macht, kauft sich selten Sicherheit.
Meist kauft er sich Abhängigkeit.
🕵️ Gerüchte & Intrigen
In Brickania kursieren viele Geschichten über die Hofbank:
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Das Alte Direktorium verfüge über geheime Schuldregister alter Fürstenhäuser
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Ganze Märkte würden gezielt manipuliert
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Bestimmte Kriege seien durch gezielte Kreditvergabe verlängert worden
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Die Bank wisse mehr über den wahren Zustand des Kaiserreich-Erben, als öffentlich bekannt ist
Wie viel davon stimmt, ist ungewiss.
Sicher ist nur: Die Kaiserliche Hofbank wirkt selten offen – aber niemals zufällig.
🕯️ Fazit: Eine Macht, die nicht verschwunden ist
Die Kaiserliche Hofbank ist kein Zentrum finanzieller Stärke mehr – doch sie ist auch kein bedeutungsloses Relikt. Ihr Gold mag geschrumpft sein, ihre Niederlassungen zerfallen, ihr Einfluss gebrochen. Geblieben ist jedoch etwas weit Gefährlicheres: Erinnerung, Schuld und Wissen.
Das Alte Direktorium hält nicht an der Vergangenheit fest, um sie zu bewahren – sondern um sie zurückzufordern. Kredite werden nicht vergeben, um Wachstum zu ermöglichen, sondern um Loyalität zu erzwingen. Informationen werden nicht geteilt, sondern dosiert. Märkte werden nicht aufgebaut, sondern gelenkt.
In einer Welt, die sich vom Kaiserreich gelöst hat, glaubt die Kaiserliche Hofbank noch immer an dessen Notwendigkeit. Sie setzt nicht auf offene Macht, sondern auf langfristige Abhängigkeiten – und auf den einen Erben, der die Ordnung wiederherstellen könnte, von der sie selbst lebt.
Wer mit der Hofbank Geschäfte macht, erhält selten Gold.
Meist erhält er eine Schuld, deren Preis erst viel später sichtbar wird.
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